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Ab morgen, Freitag, 29. Oktober, bis zum Sonntag, 31. Oktober 2010, lädt die Bauhaus-Universität Weimar zu den „Subharmonischen Tage“ auf dem Gelände des Weimarer E-Werks in den experimentellen Pavillon zum Zuhören, Diskutieren und Ausprobieren ein. Die Besucher erwartet ein umfangreiches Programm mit Workshops, Vorträgen, Filmvorführungen und musikalischer Unterhaltung.
Programm Freitag, 29. Oktober 2010 – Subharmonische Nacht 19.30 Uhr Filmvorführung im Lichthaus-Kino „Oskar Sala – die vergangene Zukunft des Klangs“ Dokumentarfilm von Ingo Rudloff und Oliver Rauch, D 1999 Eintritt: 6€/ erm. 5€ 21.30 Uhr – 23.59 Uhr Konzert mit elektro-mechanischen und elektroakustischen Klängen im Kesselsaal und Lichthaus „Frequenzduschen – Akustische Installationen und Improvisationen“ Der Eintritt ist frei. Samstag, 30. Oktober 2010 – Subharmonisches Symposium 10.00 – 17.00 Uhr Konferenz „Subharmonisches Symposium“ im Kesselsaal mit Vorträgen, Demonstrationen und Präsentationen Der Eintritt ist frei. 19.30 Uhr Filmvorführung im Lichthaus-Kino „Hubert Sielecki: Aktion schwangere Kamera“ Experimentalfilme, A 1983 – 2010 Eintritt: 6€/ erm. 5€ Sonntag, 31. Oktober 2010 – Subharmonische Werkstatt 10.00 – 15.00 Uhr Subharmonische Werkstatt im Kesselsaal, Lichthaus-Kino und Ausstellungspavillon Eigenständiges subharmonisches Forschen und Spielen in unterschiedlichen Workshops. Der Eintritt ist frei. 15.15 Uhr Filmvorführung im Lichthaus-Kino „Einklang – 2 Brüder. Die Welt von Bernard und François Baschet“ Dokumentarfilm von Ingo Rudloff, D 2010 Eintritt: 6€/ erm. 5€
Besucher der interaktiven Ausstellung im Licht-Klangpavillon können wahrhaftig in die spielerische Klangwelt Oskar Salas eintauchen. Das Innere des leuchtenden Pavillons simuliert die Arbeitsumgebung des Komponisten und Musik-Pioniers. Neben informativen Plexiglas-Tafeln passiert man am Eingang einen Film-Ton-Schneide-Tisch aus den siebziger Jahren. Sala, der vor allem durch die Vertonung des Alfred-Hitchcock-Films „Die Vögel“ bekannt wurde, muss an jenem Tisch zahlreiche Stunden verbracht haben.
Wer sich selbst einmal in der elektronischen Klangerzeugung ausprobieren will, kann das von Sala entwickelte Mixtur-Trautonium erkunden. Auf einem Nachbau des Instruments können Besucher unter Anleitung des Ausstellungskurators Jan Sieber nach Lust und Laune musizieren. Wem das noch nicht genügt, der kann mit dem Düsseldorfer Künstler Christian Jendreiko telefonieren und der Geschichte einer außergewöhnlichen Begegnung mit Oskar Sala lauschen.
Rund um die Ausstellung bieten die Subharmonischen Tage eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Wirken und Leben Oskar Salas.
Am Freitag, 29. Oktober eröffnet der Dokumentarfilm „Oskar Sala – Die vergangene Zukunft des Klangs“ um 19.30 Uhr die Subharmonische Nacht im Lichthaus-Kino. Die beiden Regisseure Ingo Rudloff und Oliver Rauch präsentieren ihren preisgekrönten Film, der von einer Begegnung mit dem damals fast 90-jährigen und noch immer quicklebendigen Komponisten, seinen Weggefährten und seinem faszinierendem Instrument, dem Mixtur-Trautonium, erzählt. Die Subharmonische Nacht findet ihren Abschluss in dem Konzert „Frequenzduschen – Akustische Installationen und Improvisationen“ im Kesselsaal des E-Werks. Hier kann schwingend oder tanzend elektro-mechanischen und elektroakustischen Klängen gelauscht werden.
Das Subharmonische Symposium lädt am Sonnabend, 30. Oktober, zum Zuhören und Diskutieren ein. Im Kesselsaal widmet sich die Konferenz ab 10 Uhr dem gegenseitigen Einfluss von künstlerischen und technischen Entwicklungen. In Vorträgen und Gesprächsrunden wird anhand der Arbeitsmethode Oskar Salas ein Bogen zur heutigen elektronischen Medientechnik für Künstler und Entwickler geschlagen. Zahlreiche Workshops können am Sonntag, 31. Oktober, in der Subharmonischen Werkstatt besucht werden. In Kooperation mit der MediaCity-Konferenz laden die Präsentationen vorwiegend studentisch-experimenteller Arbeiten die Besucher zum eigenständigen Forschen und Spielen mit den ausgestellten Objekten ein.
Oskar Sala ist ein renommierter Musikpionier des 20. Jahrhunderts, Wegbereiter der elektronischen Klangerzeugung und der Erfinder des Mixtur-Trautoniums, einem Vorläufer des Synthesizers. Er wurde 1910 in Greiz geboren und wurde vor allem bekannt durch die Vertonung des Alfred Hitchcock Films „Die Vögel“. Oskar Sala verstarb 2002.
Das Projekt wird durch den Kreativfonds der Bauhaus-Universität Weimar gefördert.
Weitere Informationen zum Projekt Oskar Sala und dem Programm der Subharmonischen Tage finden Sie auf www.kunstbenutzerforschung.de/salablog. |