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03.12.-Neuer Glanz in Alten Formen |
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Die Porzellanmanufaktur Reichenbach Ausstellung im Museum für Thüringer Volkskunde
Am Freitag, dem 3. Dezember 2010, möchte Dr. Marina Moritz, die Direktorin des Museums für Thüringer Volkskunde Erfurt, Ihnen um 11 Uhr die neue Sonderausstellung „Neuer Glanz in Alten Formen.
Die Porzellanmanufaktur Reichenbach“ vorstellen. Ich darf Sie hierzu herzlich in das Museum am Juri-Gagarin-Ring 140 a einladen.
Abb.: Bulldogge mit schwarz-weißem Dekor von Gerd Sommerlad
Die Porzellanmanufaktur Reichenbach, benannt nach dem Ort in Thüringen, blickt auf eine mehr als 100 jährige Firmengeschichte zurück. Entstanden ist sie 1900 aus dem Zusammenschluss von neun ortsansässigen Porzellanwerkstätten, die seit 1830 in Reichenbach in kleinen Familienbetrieben das Weiße Gold durch Handmalerei veredelten.
Doch so wechselhaft wie die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts waren auch die letzten 100 Jahre des Porzellanwerks. Nach mehrmaligen Besitzerwechseln übernahm die Firma C. E. Carstens aus Elmshorn die Manufaktur 1918 und etablierte sie als eine internationale Marke mit dem Schwerpunkt „Dekoriertes Porzellan“ nach der Weltwirtschaftskrise.
Die strengen Art-déco Formen und die Formensprache der neuen Sachlichkeit wurden durch modische Golddekore veredelt und fanden ihre Liebhaber vor allem in Frankreich, wo bis heute die feinen Stücke aus Reichenbach äußerst beliebt sind. Zach Enteignung und Verstaatlichung wurde das Porzellan aus Reichenbach zum Exportschlager der damaligen DDR. Der Reichenbacher Scherben kam in Qualität und Beliebtheit nicht weit nach den kostbaren Porzellanen aus Europas ältester Manufaktur in Meissen.
In dieser Zeit sind auch die Service „Fatima“ und „Vesta“ entstanden, die zu den wichtigsten Formen des ostdeutschen Industriedesigns gehören. Nach mehrmaligen Wende-Besitzerwechseln ist die Manufaktur heute wieder in Privatbesitz und glänzt erfolgreich auf internationalem Parkett. Durch die trendigen Entwürfe der italienischen Designerin Paola Navone und die farbenprächtigen Dekore des Hamburgers Gerd Sommerlade ist das Neuer Glanz in Alten Formen Die Porzellanmanufaktur Reichenbach Ausstellung im Museum für Thüringer Volkskunde Weiße Gold aus Reichenbach wieder in der ganzen Welt zuhause und ab Dezember zu Gast im Museum für Thüringer Volkskunde.
Gerd Sommerlade ist beim Pressegespräch anwesend. Der in der Hansestadt lebende Designer (Jg. 1966) hat sich des historischen Formenschatzes der Porzellanmanufaktur Reichenbach und des ehemaligen Figurenwerkes Gräfenthal angenommen. Seine erste Arbeit im Firmenauftrag war 2006 die Kollektion PEACE - mittlerweile ein internationaler Verkaufsschlager.
Ausstellungsdauer: 05. Dezember 2010 – 25. April 2011 Thomas Jahn amt. Kulturdirektor
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