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Robert Schuster erarbeitet am DNT Weimar mit afghanischen, französischen, deutschen und israelischen Schauspieler*innen den Theaterabend „MALALAI – die afghanische Jungfrau von Orléans“, Premiere: 25.8.2017 im E-Werk

Probenstart MALALAI 03 Foto Susann Leine

Nach einer Workshop-Woche im bayerischen Birach haben am Dienstag in Weimar die Proben für das transnationale Theaterprojekt „MALALAI – die afghanische Jungfrau von Orléans“ begonnen, das als Koproduktion von DNT und Kunstfest Weimar mit der KULA-Compganie erarbeitet wird. Zum Ensemble gehören bereits 2016 an der Produktion „KULA – nach Europa“ mitwirkende Schauspieler*innen und endlich auch die fünf Künstler der afghanische Theatergruppe AZDAR, die im letzten Jahr keine VISA erhalten hatten. Dank der beharrlichen Bemühungen aller Beteiligten und dem persönliche Einsatz weiterer Unterstützer konnten Gulab Jan Bamik, Said Edris Fakhri, Abdul Mahfoz Nejrabi, Sulaiman Sohrab Salem und Homan Wesa nun Anfang Mai nach Deutschland einreisen. Neu dazu gestoßen sind auch die israelische Schauspielerin Hadar Dimand und der Schauspieler Marcus Horn, der ab der Spielzeit 2017/18 am DNT engagiert ist.

Mit diesen 13 Künstler*innen mit muslimischem, jüdischem, christlichem und atheistischem Hintergrund erarbeiten Regisseur Robert Schuster und sein Team in den kommenden Wochen einen Theaterabend, in dessen Zentrum ein trinationaler Stoff steht: Der afghanische Mythos der paschtunischen Kämpferin Malalai von Maiwand, die auch „die afghanische Jungfrau von Orléans“ genannt wird, die französische Legende der Jeanne d’Arc und das deutsche Drama von Schiller. Die Geschichten haben sowohl emanzipatorische wie auch nationenbildende Funktion; beide werden von nationalistischen und religiös-fundamentalistischen Kräften instrumentalisiert. Die mythische und politische Aufladung dieser weiblichen Freiheitsikonen und Gotteskriegerinnen bildet den Ausgangspunkt von „MALALAI – die afghanische Jungfrau von Orléans“. Die Produktion entsteht in Kooperation mit dem Schauspielhaus Bochum und dem Theater Chur (Schweiz) und wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und das Goethe-Institut. Die Premiere findet im Rahmen des Kunstfests Weimar 2017 am 25. August in der DNT-Spielstätte E-Werk statt. Weitere Vorstellungen folgen dort 27.8., 3., 6., 7.9., 19.10., 15. und 16.12.2017. Zudem sind bisher Gastspiele in Ludwigshafen, im Theater Chur (Schweiz), im Schauspielhaus Bochum und in Berlin geplant.

Foto: Autor

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