Das GoetheStadtMuseum Ilmenau lädt herzlich zur Eröffnung der neuen Sonderausstellung „Diethard Peterson – Zeitgenössische Malerei“ am Sonntag, dem 10. November 2019, um 11 Uhr ins Amtshaus ein.

Nach 40 Jahren kehrt der Maler und Grafiker Diethard Peterson in seine Geburtsstadt Ilmenau zurück. Das GoetheStadtMuseum Ilmenau widmet dem Künstler vom 10. November 2019 bis 16. Februar 2020 eine Sonderausstellung. Gezeigt werden neben aktuellen Ölbildern, Zeichnungen und Skulpturen auch Arbeiten aus den letzten drei Jahrzehnten.

Der 1954 in Ilmenau geborene Diethard Peterson zeigte von Jugend an ein starkes Interesse für Malerei und Grafik. In den 70er Jahren war er als Plakatmaler und Dekorateur in Ilmenau tätig. Sein Wunsch, Kunst in Leipzig zu studieren, blieb jedoch unerfüllt. Er hatte die Mitgliedschaft in der staatlichen Jugendorganisation FDJ verweigert.

Als gelernter Elektriker übersiedelte er 1979 nach Halle/Saale und arbeitete dort als Bühnen­techniker. Nach der Wende beteiligte er sich mit anderen Künstlern an einer legendären Szenekneipe in der Saalestadt. Seit 2000 widmet er sich nun ganz der bildenden Kunst.
Peterson blieb seiner künstlerischen Leidenschaft immer treu. In seinem Frühwerk findet sich noch ein starker Realitätsbezug. Insbesondere Landschaften, Portraits und große Tuschezeichnungen bestimmen seine frühen Arbeiten. Dies ändert sich in den 90er Jahren. Nun finden sich Parallelen zur klassischen Moderne, insbesondere zum Expressionismus. Seit den 2000er Jahren verstärkt sich der Abstraktionsgrad der Bilder zunehmend. Dies ist auch Ergebnis eines Augenleidens. Zeitweise war Peterson extrem kurzsichtig.

Der Künstler entwickelte als Autodidakt einen sehr eigenen Mal- und Zeichen-Stil. Vergleiche mit anderen Malern treffen nie wirklich zu. Insbesondere knallige Farben und starke Kontraste sind charakteristisch für seine Ölgemälde. Als Malgrund dienen Leinwand, Sperrholz, Sandsäcke oder auch Blech. Die Bandbreite der Materialien ist genauso groß wie die Bandbreite der Motive. So finden sich in erster Linie Menschen in seinen Bildern. Portraits mit meist harten Gesichtern und sehr oft der weibliche Kör-per. Aber auch Landschaften, Architektur und Motive aus der klassischen Literatur tauchen immer wieder auf. Aktuelle Themen fließen ebenso in sein Werk ein. Diethard Peterson bildet seine direkte Umgebung ab. Seine Gemälde und Zeichnungen sind Spiegelbilder unserer Zeit. Alles wird aus der Erinnerung gemalt. Nie malt er ab. Sein Inneres spiegelt sich in seinem Werk und gibt diesem damit seinen unvergleichlichen Charakter.

Nach vielen Ausstellungen im gesamten Gebiet der Bundesrepublik wird nun erstmalig ein Teil des Werkes Diethard Petersons in Ilmenau zu sehen sein. 40 Jahre sind darüber vergangen. Doch nun ist die Zeit reif für eine Rückkehr des Künstlers.