Im Neuen Museum Weimar steht der Aufbau der Ausstellungsarchitektur für »Die Ernestiner. Eine Dynastie prägt Europa« kurz vor dem Abschluss. Das von der whitebox GbR, Dresden, entwickelte Gestaltungskonzept verwandelt über 400 Jahre Geschichte in insgesamt 20 individuell erlebbare »Geschichten«. Persönlich und lebendig wollen Klassik Stiftung und whitebox GbR die »Ernestiner« in Weimar »erzählen«.

»Wir öffnen Fenster zur Vergangenheit und betrachten besondere Ereignisse und Zeiten, in denen das Wirken der Ernestiner und ihr Einfluss bis heute offenbar werden«, sagte Dr. Karin Kolb, Projektleiterin und Kuratorin der Weimarer Stationen der Landesausstellung heute während der Vorstellung der Ausstellungsarchitektur. Die gemeinsam von der Klassik Stiftung Weimar und der Stiftung Schloss Friedenstein in Gotha veranstaltete Landesausstellung stellt die Dynastie der Ernestiner ab dem 24. April in zwei Städten und an vier Standorten vor.

Die 20 »Geschichten« aus den Themenbereichen »Reich«, »Glaube« und »Wissenschaft« brechen dabei mit dem Dogma des chronologisch gesteuerten Ausstellungsbesuchs. Frei wird der Besucher zwischen den einzelnen Episoden wählen können, ohne durch seine Wahl grundlegende Inhalte zu verpassen.

Dazu nutzt die whitebox GbR auch die architektonischen Besonderheiten des Neuen Museums: Die kleinen Eckräume werden zu raumgreifend und multimedial inszenierten Prologräumen. Diese Prologräume dienen als Einstimmung auf die folgenden Geschichten und kommunizieren die Grundlagen zum Verständnis der Exponate. Gleichzeitig dienen sie als Wegweiser, deren inhaltlichen Richtungsangaben der Besucher je nach persönlichem Interesse folgen kann.

In den übrigen Räumen sind die Exponate der »Geschichten« zu Sinneinheiten gruppiert, zwischen denen sich der Besucher intuitiv und ohne Zuordnungsprobleme bewegt. Goldene Präsentationsflächen in Kombination mit dunklen Sockeln und Vitrinen grenzen sich selbstbewusst von den historischen Räumen ab, ohne deren charakteristische Wirkung zu überlagern. Interaktive Elemente – digital und analog – ermöglichen dem Besucher zudem einen spielerischen Zugang und beziehen ihn direkt in die Ausstellung ein.

Am 4. April beginnt die Installation der Exponate.

Für Rückfragen stehen Ihnen Dr. Julia Glesner, Pressesprecherin (03643 545 104 | 0172 84 62 910), und Franz Löbling, Pressereferent (03643 545 113 | 0172 79 999 59), gern zur Verfügung.