Letzte Vorstellungen von Bernsteins „Candide“ am 18.5. und Mozarts „Zauberflöte“ am 19.5.2018 im DNT Weimar

Candide 2179 Foto Vincent Leifer

Ein letztes Mal begibt sich am Freitag, 18. Mai 2018, ab 19.30 Uhr im Großen Haus des DNT Weimar Candide in dem gleichnamigen Musical von Leonard Bernstein auf eine abenteuerliche Reise, die seine positive Lebensphilosophie ins Wanken bringt. Stets an seiner Seite: Voltaire, dessen beißend ironischer, gesellschaftskritischer Roman die Vorlage für das Werk lieferte, und der als Erzählerfigur das Geschehen initiiert, beobachtet und bewertet. Mit scharfsinnigem Witz, schwarzem Humor und einer Fülle an ohrwurmträchtigen, farbenreichen Melodien hinterfragt Bernsteins „Candide“ nicht nur den Sinn des Lebens, sondern thematisiert auch die Verfasstheit der Welt im Allgemeinen. Das Ganze wurde pointiert und raffiniert in Szene gesetzt von Martin G. Berger, dessen fulminante Revue-Inszenierung in Verbindung mit der mitreißenden musikalischen Umsetzung unter Leitung des 2. Kapellmeisters Dominik Beykirch viel Beifall bei Presse und Publikum fand.

Abschied nehmen heißt es am Samstag, 19. Mai 2018, ab 19.30 Uhr im Großen Haus dann auch von Mozarts beliebter Oper „Die Zauberflöte“, die das DNT Weimar an diesem Abend als Familienvorstellung anbietet: In Begleitung eines Kindes oder Jugendlichen (bis zum vollendeten 18. Lebensjahr), die im Rahmen dieses Angebots Karten zum Preis von 6 Euro erhalten, zahlt ein Erwachsener nur die Hälfte des regulären Eintrittspreises. Aus der Perspektive von Tamino erzählt die Inszenierung von Nina Gühlstorff die Geschichte eines Antihelden, der sich vom naiven Jüngling zum machtstrebenden Mann entwickelt. Doch um die Herrschaft über Sarastros Reich zu übernehmen und Pamina heiraten zu können, muss er in einer Reihe von Prüfungen seine Männlichkeit und Reife beweisen.

Am Pfingstsonntag, 20. Mai gerät dann ab 18 Uhr ebenfalls im Großen Haus zum vorletzten Mal in Shakespeares Klassiker „Hamlet“ die Welt der Titelfigur aus den Fugen. Was bisher irgendwie begreifbar, geregelt und geordnet war, hat sich nach dem plötzlichen Tod seines Vaters, des Königs von Dänemark, ins Gegenteil verkehrt. Wie kann Hamlet sich in dieser Phase des Umbruchs und der Veränderungen als Individuum behaupten oder handlungsfähig werden, ohne das zu verraten, woran er immer geglaubt hat?

Für alle drei Vorstellungen sind noch Karten erhältlich.

Foto: Autor