Weimar. DNT Weimar zeigt ab 4. April in der Studiobühne Dominik Buschs Stück „Das Recht des Stärkeren“

Recht des Staerkeren 032 Foto Candy Welz

Um die Anmaßung von Deutungshoheiten und Handlungskompetenzen der westlichen Welt gegenüber Entwicklungsländern kreist Dominik Buschs Stück „Das Recht des Stärkeren“, das ab 4. April 2019 in der Studiobühne des DNT Weimar zu sehen ist. Am Beispiel des Steinkohleabbaus in Kolumbien untersucht der Schweizer Autor die Verstrickungen europäischer Unternehmen in die dortige Ausbeutung von Menschen und Ressourcen. Im Zentrum des 2017 entstandenen Stücks steht die Dokumentarfilmerin Nadja, die einen Film über die Umsiedlung der kolumbianischen Landbevölkerung durch paramilitärische Gruppen dreht. Diese verbreiten im Dienst multinationaler Rohstoffkonzerne wie der Schweizer Firma ihres Vaters mit blutrünstigen Methoden Angst und Schrecken, um den örtlichen Kohleabbau voranzutreiben. Nadja liegt sogar der Bericht eines ehemaligen Kämpfers vor, der jedoch seine Aussage zurückziehen will, da er Morddrohungen erhält. Soll sie die Wahrheit trotzdem ans Licht bringen und damit sein Leben gefährden? Die Entscheidung wird für Nadja zu einer Gewissensfrage zwischen menschlicher Verantwortung und dem eigenen politischen wie künstlerischen Anspruch.

In der Inszenierung von Hausregisseur Jan Neumann (Bühne/Kostüme: Philip Rubner, Musik: Camill Jamal) spielen Johanna Geißler, Lutz Salzmann, Thomas Kramer, Marcus Horn und Nahuel Häfliger.

Die Premiere am 4. April ist bereits ausverkauft. Weitere Vorstellungen folgen am 12., 25.4., 7., 24.5., 8. und 26.6.2019.

Im Anschluss an die Aufführung am 7. Mai findet eine Publikumsgespräch mit dem Autor Dominik Busch statt.

Karten: 18,20 Euro, Schüler: 8 Euro, Studierende: 9,50 Euro

Foto: Candy Welz