Weimar. Nachgespräch zur Vorstellung „Das vierte Reich“ am 08.05.2019 in der Studiobühne des DNT

Das vierte Reich 3613 Foto Ilja Mess

Mit der „Erinnerungspolitik der Neuen Rechten“ befasst sich am Mittwoch, 8. Mai 2019 ein Nachgespräch zur Vorstellung von „Das vierte Reich“, die um 20 Uhr in der Studiobühne des DNT Weimar auf dem Programm steht. In dem Monologstück von Neil LaBute breitet ein zunächst sympathisch wirkender Mann (gespielt von Sebastian Nakajew) seine verstörende Weltsicht und ganz eigene Wahrheit über die Unperson des 20. Jahrhunderts aus: Adolf Hitler, für dessen Rehabilitation er sich einsetzt. Subtil verwickelt er die Zuhörer*innen dabei in seine Gedanken, die zur Überprüfung des eigenen Standpunkts herausfordern. Anknüpfend an diesen Monolog greift das anschließende Publikumsgespräch das Thema Geschichtsrevisionismus auf, das kein neues Phänomen ist. Und dennoch ist es eklatant, wie Politiker*innen rechtspopulistischer Parteien und Mitglieder rechter Bewegungen immer wieder Fakten leugnen, Tatsachen verdrehen und Geschichtsbilder verzerren. Forderungen nach einem Umbruch der deutschen Erinnerungspolitik werden lautbar. Die Infragestellung der Erinnerungskultur impliziert jedoch eine Infragestellung der Basis unseres demokratischen Zusammenlebens, die geprägt sein muss von unser aller Verantwortung dafür, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Darüber diskutieren Christine Schild (Bürgerbündnis gegen Rechtsextremismus Weimar), Dr. Axel Salheiser (Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft) und Christoph Lammert (mobit e.V.) im Gespräch mit Chefdramaturgin Beate Seidel und dem Publikum.

Karten „Das vierte Reich“ inklusive Nachgespräch: 14,50 Euro, Schüler: 8 Euro, Studenten: 9,50 Euro

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