Eine ›Paradiesische‹ Opern- und Operettengala am 28.2. und 21.3.2020 im Großen Haus des DNT Weimar

26.08.17: Theaterfest am Deutschen Nationaltheater Weimar. Foto: Candy Welz

Musikalische „Grüße von Übersee“ offeriert die gleichnamige Opern- und Operettengala, die am Freitag, 28. Februar sowie am Samstag, 21. März 2020, jeweils 19.30 Uhr im Großen Haus des DNT Weimar auf dem Programm steht. Unter der Leitung des 1. Koordinierten Kapellmeisters Dominik Beykirch erklingen Arien, Ensembles, Chöre und Orchesterstücke aus Werken, in denen die Entdeckung und Eroberung ferner Länder eine Rolle spielt. Inspiriert von Berichten über abenteuerliche Erlebnisse und die Begegnung mit Angehörigen fremder Kulturen im Zuge des Kolonialismus entfalteten Komponisten ihre eigenen Klangvorstellungen exotischer Welten und ihrer Bewohner*innen. Ob sie sich dabei Fantasiesprachen bedienten, die Handlung in fiktiven Königreichen ansiedelten oder tragische Liebesgeschichten über den großen Teich hinweg erzählten - ihre Werke regen an, darüber nachzudenken, wie wir zu anderen Kulturen in Beziehung treten. Zu hören sein werden Titel bekannter aber auch selten gespielter Opern und Operetten u.a. aus der Feder Giacomo Puccinis, Giuseppe Verdis, Jacques Offenbachs, Gaetano Donizettis, Giacchino Rossinis und Franz Liszts. Es singen Mitglieder des Musiktheaterensembles und der Opernchor des DNT, es spielt die Staatskapelle Weimar. Die Moderation übernimmt Operndirektor Hans-Georg Wegner.

Eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Oper und Kolonialismus liefert am 21. und 22. März 2020 das Symposium „Montezuma in Venedig“ im Foyer des DNT Weimar. Die von der Fritz Thyssen Stiftung geförderte, hochrangig besetzte Tagung, die in Kooperation mit der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz stattfindet, thematisiert die Auswirkungen des Kolonialismus auf die Opernkultur. Daran anknüpfend kreist am 22. März eine Podiumsdiskussion unter der Überschrift „Decolonize Opera?“ um die Frage nach dem Umgang mit dem kolonialen Erbe im Opernrepertoire.

Foto: Candy Welz