Weimar. Ensemble interpretiert am 28.10.2018 im Foyer des DNT Weimar Werke von Beethoven und Tschaikowsky

Amalia Quartett Foto Matthias Eimer

In der Reihe der Kammermusik-Matinee der Staatskapelle Weimar ist am Sonntag, 28. Oktober ab 11 Uhr im Foyer des DNT Weimar erneut das längst auch über die Klassikerstadt hinaus renommierte Amalia Quartett zu erleben. Im ersten Teil interpretieren Barbara Seifert und Astrid Schütte (Violinen), Almut Bormann (Viola) und Astrid Müller (Violoncello) das F-Dur-Werk aus Ludwig van Beethovens emotionsgeladenen „Rasumowsky-Quartetten“. Von manchen Zeitgenossen aufgrund ihrer geballten musikalischen Energie als „wahnsinnig“ (oder doch zumindest als schlechten Scherz) verstanden, gelten diese heute längst als Höhepunkt der klassischen Quartettliteratur. Schicksalhafte Tiefe ist dabei ebenso inklusive wie herrlichster pastoraler Schmelz – sozusagen Sinfonien en miniature. Dem folgt mit Tschaikowskys es-Moll-Quartett aus dem „Schwanensee“-Jahr 1876, dessen zeitweise tief wehmütige Trauermusik im Finale doch noch in lebensbejahende, mitreißend tänzerische Energie mündet. Genussmusik pur!

Das Amalia Quartett gründete sich im Jahr 2009 aus dem Wunsch der vier Musikerinnen der Staatskapelle Weimar, regelmäßig und auf hohem Niveau Kammermusik zu spielen. Das Repertoire umfasst die Klassiker von Bach, Mozart, Beethoven bis hin zu Streichquartetten von Schostakowitsch, Martinů und Hugo Wolf. Die Herzogin Anna Amalia ist nicht nur Namensgeberin, sondern auch Vorbild als Botschafterin und Mäzenin der Künste, denen sich Barbara Seifert, Astrid Schütte, Almut Bormann und Astrid Müller verpflichtet fühlen. So gibt das Ensemble neben Kammermusik-Konzerten auch kleinere Matinee-Konzerte für Kinder und Jugendliche und gestaltet zudem aktuell am DNT Weimar die Musiktheater-Produktion „Nathan und seine Kinder“ in der Studiobühne mit.

Karten: 18,20 Euro

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