Weimar. Staatskapelle Weimar bringt am 14. und 15.4.2019 in der Weimarhalle Liszts Melodram „Vor hundert Jahren“ und Bruckners 4. Sinfonie zur Aufführung

Kirill Karabits 1101 cDenis Manokha

Eine weitere Wiederentdeckung aus der Feder Franz Liszts präsentieren Chefdirigent Kirill Karabits und die Staatskapelle Weimar im Rahmen des 8. Sinfoniekonzerts am Sonntag, 14. und Montag, 15. April 2019, jeweils ab 19.30 Uhr in der Weimarhalle. Das eindrucksvolle Melodram „Vor hundert Jahren“ entstand 1859 anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Schillergeburtstag, in deren Rahmen es am 9. November im Weimarer Hoftheater seine erste und vermutlich bis heute einzige Aufführung erlebte. In einer Mischung aus ausdrucksstarken Stimmungsbilden und Bearbeitungen volkstümlichen Liedguts nimmt Liszts Musik direkten Bezug auf Schillers Leben und dramatisches Werk. Der blumig-malende Text, den der Dichter August Halm seinerzeit dazu verfasste, führt den Hörer eindeutig in historische Zeiten. Die zentralen Rollen der „Germania“ und der „Poesie“ übernehmen Nadja Robiné und Sebastian Kowski aus dem Schauspielensemble des DNT Weimar.

Nach der Pause erklingt mit Anton Bruckners berühmter 4. Sinfonie ein Meisterwerk spätromantischer Sinfonik und Inbegriff „absoluter Musik“, auch wenn der Komponist es seinerzeit nicht lassen konnte, programmatische Inhalte hinzuzudichten. Seinen Titel „Romantische“ verdient das Werk dennoch dank warmer Klangfarben, fließender Melodik und der zentralen Rolle des Horns als musikalischer Ideengeber und Stimmungszauberer.

In der Konzerteinführung begrüßt Konzertdramaturgin Kerstin Klaholz an beiden Abenden neben Chefdirigent Kirill Karabits auch den Dramaturgen Gerard McBurney, der die Bühnenrealisierung von „Vor hundert Jahren“ betreut. Im Gespräch werden sie jeweils ab 18.45 Uhr im Flügelsaal der Weimarhalle über die Wiederentdeckung und die Hintergründe dieses Werks berichten.

Karten: 20,70 – 40,70 Euro

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