Konzertante Aufführung von Camille Saint-Saëns „Samson et Dalila“ im 10. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar am 17. und 18. Juni 2018 in der Weimarhalle

Corby Welch Foto Welch

Auf einen weiteren Höhepunkt der Konzertsaison 2017/18 darf sich das Publikum im 10. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar am Sonntag, 17. und Montag, 18. Juni, jeweils ab 19.30 Uhr in der Weimarhalle freuen. Unter der Leitung von Chefdirigent Kirill Karabits ist dort konzertant an beiden Abenden Camille Saint-Saëns dreiaktige Oper „Samson et Dalila“ zu erleben, die 1877 am Weimarer Hoftheater mit triumphalem Erfolg uraufgeführt wurde. Mit transparenter Instrumentation, exotisch-orientalischem Kolorit und hoher Gefühlsintensität erzählt das ursprünglich als Oratorium konzipierte Werk die Geschichte des biblischen Helden Samson, dem die Liebe zu seiner Widersacherin, der Priesterin Dalila zum Verhängnis wird. Aufgrund seiner übermenschlichen Stärke, deren Quelle seine langen Haare sind, ist er die einzige Hoffnung der Hebräer im Freiheitskampf gegen die Philister. Doch Samson erliegt den erotischen Reizen der Verführungskünstlerin, die ihm sein Geheimnis entlocken und ihn daraufhin seiner Kräfte berauben kann. Als alles verloren scheint, erhört Gott sein Flehen und gibt ihm seine Stärke für eine letzte Tat zurück…

Nach 111 Jahren kommt dieses Meisterwerk der französischen Oper nun erstmals wieder in Weimar zur Aufführung. Die Titelpartien gestalten Corby Welch und Nadine Weissmann, die beide national wie international viel gefragt und auch in der Klassikerstadt keine Unbekannten sind. Die Mezzosopranistin begeisterte das Publikum während ihres Engagements am DNT u.a. als Carmen sowie im „Ring in Weimar“. In den vergangenen Jahren kehrte sie immer wieder für Konzerte der Staatskapelle Weimar und kürzlich als Gast für die Ulrica in Verdis „Maskenball“ zurück. Der amerikanische Tenor Corby Welch, der 15 Jahre an der Deutschen Oper am Rhein fest engagiert war und sich seit 2011 dort sowie an anderen Häusern auch im Wagner-Fach einen Namen gemacht hat, wird aktuell am DNT Weimar als Tannhäuser gefeiert. Neben Alik Abdukayumov als Oberpriester, der dritten zentralen Partie der Oper, wirken an der konzertanten Aufführung Máté Sólyom-Nagy, Daeyoung Kim, Jörn Eichler, Klaus Wegener und Andreas Koch mit. Die Chöre der Hebräer und Philister singen der Opernchor des DNT und ein Extrachor aus Studierenden der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar.

Zu den beiden Konzerten präsentiert das Thüringische Landesmusikarchiv im Foyer der Weimarhalle die originale Partitur der Uraufführung von „Samson et Dalila“ (seinerzeit in der deutschen Übersetzung „Simson und Delila“) sowie den Theaterzettel, ein Regiebüchlein und Rezensionen.

Einführung: jeweils 18.45 Uhr im Flügelsaal der Weimarhalle

Karten: 20,70 – 40,70 Euro, Schüler: 8 Euro

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