Weimar. Uraufführung einer "Sinfonietta" mit mehr als 40 Schlagwerkinstrumenten und einer Tänzerin

"Sinfonietta for Percussion" heißt ein taufrisches Werk des Komponisten Evgeny Grigorovich, bei dem mehr als 40 Schlagwerkinstrumente zum Einsatz kommen. Der junge Russe hat erst kürzlich seinen Masterabschluss in der Kompositionsklasse von Prof. Michael Obst gemacht.

Das Werk wird nun im Rahmen eines Schlagwerkkonzerts der Klasse von Prof. Markus Leoson am Montag, 14. Januar um 19:30 Uhr im Festsaal Fürstenhaus uraufgeführt. Prof. Leoson dirigiert ein Schlagwerkensemble, und eigens für die Uraufführung reist die Stepptänzerin Helena Hillgärtner aus Darmstadt an. Der Eintritt zum Konzert ist frei.

Die "Sinfonietta for Percussion" ist für sieben Musiker*innen und Stepptanz komponiert. "Eines meiner Ziele war es, die Eigenständigkeit und die Bedeutung einer solchen Besetzung in der zeitgenössischen Musik zu zeigen", erklärt der Komponist. In seinem Werk hat er u.a. die Klangfarben von Pauken, Glocken, Marimba, Vibraphon, Xylophon, Crotales, Glockenspiel, Drum Set, Congas und Bongas verwendet – und mit Stepptanzelementen kombiniert.

"Die Klänge des Steppens funktionieren mit den Holz- und Fellinstrumenten und auch mit den kleinen Perkussionsinstrumenten wie Kastagnetten, Shaker und Maracas sehr gut zusammen", erläutert Evgeny Grigorovich, der damit auch neue Klangfarbenmischungen erproben will. Der Stepptanz spielt auch eine entscheidende Rolle für die Formkonstruktion der Sinfonietta.

"Zu den Besonderheiten des Werks gehört die Kombination von verschiedenen Kompositionstechniken wie aleatorische Technik, Collage-Faktur, Improvisations- und Theaterelemente", so Grigorovich.

Weitere Werke des Abends sind unter anderem "Changing Bells" für Röhrenglocken von Rudd Wiener, "Variations on lost love" für Marimba von David Maslanka sowie auch eine Toccata für Marimba und Xylophon von Henk de Vlieger.