Weimar. Gespräch in der Reihe „Das Echo von Weimar“ am 28. März 2019, 20 Uhr im Foyer des DNT Weimar

Motiv Das Echo von Weimar Fotomontage Mario Herold

Der 4. Teil der Gesprächsreihe „Das Echo von Weimar“ beleuchtet am Donnerstag, 28. März, ab 20 Uhr im Foyer des DNT Weimar das Verhältnis von Staat und Religion, das vor 100 Jahren für die erste demokratische Republik Deutschlands neu definiert wurde. So legte der Artikel 137 der in Weimar verabschiedeten Verfassung ausdrücklich fest, dass keine Staatskirche besteht. Gleichzeitig sicherte man den Bürger*innen Glaubens- und Gewissensfreiheit sowie das Recht auf ungestörte Religionsausübung zu und führte den Religionsunterricht (mit wenigen Ausnahmen) als ordentliches Schulfach ein. Diese Beschlüsse waren demokratische Akte. Aber wie stellt sich die Beziehung von Staat und Religion heute dar – in einer Zeit, in der man wieder vermehrt über Glaubensrichtungen diskutiert, in der vor der »Islamisierung des Abendlandes« und dem »Untergang christlicher Werte« gewarnt wird? Darüber sprechen an diesem Abend Dr. Irmgard Schwaetzer (Präses/Vorsitzende der EKD-Synode und Bundesministerin a. D.), Antonius Liedhegener (Professor für Politik und Religion, Universität Luzern), Alexander Nachama (Landesrabbiner von Thüringen) und Bischof Ulrich Neymeyr (Bistum Erfurt). Die Moderation übernimmt Andreas Postel, Leiter des ZDF Landesstudios, das die gemeinsame Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen, des Weimarer Republik e.V. und des DNT Weimar unterstützt. Die letzte Ausgabe der Reihe setzt sich am 29.05. mit den Ergebnissen der Europawahl und der europäischen Einigkeitsidee auseinander.

Karten: 10,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro

Foto: Autor