Erfurt. Samstag, 25. Januar, 20 Uhr, STUDIO.BOX

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Der Abend verbindet eine Lesung aus dem Buch Mein Theresienstädter Tagebuch 1943-1944 und die Aufzeichnungen meines Vaters Otto Pollak von Helga Pollak-Kinsky, Überlebende von Theresienstadt und Auschwitz, mit Liedern von Ilse Weber und des Theresienstädter Kabaretts, dargeboten vom Berliner Ensemble Zwockhaus. Für die Veranstaltung am 25. Januar in der Studio.Box des Theaters Erfurt gibt es noch Karten.

Die gebürtige Wienerin Helga Pollak war zwölf Jahre alt, als sie mit ihrem Vater Otto Pollak ins Ghetto Theresienstadt deportiert wurde. Von Januar 1943 an bis zu ihrem Transport nach Auschwitz im Oktober 1944 lebte sie im Mädchenheim L 410, Zimmer 28. Dort schrieb sie ihr Tagebuch, das 2014 erstmals vollständig veröffentlicht wurde. Eingebettet in den historischen und biografischen Kontext und verbunden mit den Kalendernotizen ihres Vaters Otto Pollak machen die in diesem Buch vereinten Dokumente und Erinnerungen die Zusammengehörigkeit dieser beiden Menschen fühlbar, die Verwobenheit ihrer Erlebnisse, Ängste und Hoffnungen. Seit 2008 bereichert das Ensemble Zwockhaus die Lesungen aus Helgas Tagebuch mit den von Ilse Weber in Theresienstadt geschriebenen Liedern und Gedichten. Ilse Weber war eine jüdische Schriftstellerin, die 1944 mit ihrem Sohn in Auschwitz-Birkenau ermordet wurde.

Karten unter 22 33 155 oder auf www.theater-erfurt.de/theresienstadt

Foto Ensemble: privat