Podiumsdiskussion über die gesellschaftlichen Position der Künste in der Zeit der Wende und danach am 27. Oktober 2019, 11 Uhr im Foyer des DNT Weimar

Die Position der Künste in der Umbruchszeit 1989 und die Folgen der Wiedervereinigung für die ostdeutsche Kulturlandschaft sind das Thema einer Podiumsdiskussion, zu der das DNT Weimar am Sonntag, 27. Oktober 2019, um 11 Uhr ins Foyer einlädt. Im Herbst 1989 und davor waren Theater und Kultureinrichtungen der DDR wichtige Orte des Austauschs und der politischen Verständigung. Hier wurde mit mehr oder weniger Deutlichkeit die immer stärker geforderte öffentliche Debatte über den Zustand der DDR-Gesellschaft geführt, die Zeitungen, Rundfunk oder das Fernsehen verweigerten. Nach der Wende standen die Theater, aber auch andere Kulturinstitutionen vor der Frage, welchen Platz sie in der sich neu formierenden Bundesrepublik einnehmen wollten und sollten. Die sich zwischen Utopie und Anpassung bewegende Neubestimmung ihrer gesellschaftlichen Position war mit Krisen und Erschütterungen verbunden. Und wie ist die Situation heute? In welchem Maße hat sich der kulturelle Auftrag und Austausch in den vergangenen Jahrzehnten verändert? Gibt es ein gesamtdeutsches Theater? Welche Funktion wächst ihm in der Gegenwart zu?

Es diskutieren die Regisseurin Claudia Bauer, die Theaterpädagogin und Kulturmanagerin Christine Schild, der Theaterwissenschaftler Torben Ibs, der Autor Dirk Laucke und DNT-Generalintendant Hasko Weber. Die Moderation der Veranstaltung, die von der Bundesstiftung Aufarbeitung und dem ASA-FF e.V. gefördert wird, übernimmt Chefdramaturgin Beate Seidel.

Der Eintritt ist frei.