Klaus Töpfer (*1938) studierte an den Universitäten Mainz, Frankfurt und Münster und promovierte 1968. Seit 1971 in der Politik tätig, war er ab 1987 Bundesminister, zunächst für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, ab 1994 dann für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau.

Nach seinem Ausscheiden aus der Bundesregierung übernahm er 1998 das Amt des Exekutivdirektors des Umweltprogramms der Vereinten Nationen, das er bis 2006 inne hatte. Seit 2008 ist er Vizepräsident der Welthungerhilfe.


Viele Jahre erschien Klaus Töpfer mit seinen Forderungen nach erneuerbaren Energien und einer CO2-Reduzierung wie ein »Rufer in der Wüste«. Immer wieder machte er dabei auf den Zusammenhang von Umweltpolitik und Armutsbekämpfung aufmerksam. Angesichts irreversibler Veränderungen im Umweltbereich warnt er vor Abhängigkeiten, die keine Korrekturen mehr zulassen.

Weimarer Reden 2020: 15.03. 11 Uhr, DNT Weimar, Großes Haus