Werke von Peter I. Tschaikowsky und Alfredo Casella im 3. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar am 3. und 4. November 2019 in der Weimarhalle

Vadim Gluzman 011 Foto Marco Borggreve

Ein Schwelgen in romantischen Klängen verspricht das Programm des 3. Sinfoniekonzerts der Staatskapelle Weimar am Sonntag, 3. und Montag, 4. November 2019, jeweils ab 19.30 Uhr in der Weimarhalle. Unter der Leitung des Sizilianers Francesco Angelico entfalten im ersten Teil zwei Werke aus der Feder Peter I. Tschaikowskys ihre geballte emotionale Wucht: in der Sinfonischen Fantasie „Francesca da Rimini“ lässt der Komponist seine Titelheldin frei nach Dante zwischen Glückseligkeit und Höllenqualen wandeln. Das überraschend extrovertierte, einzige Violinkonzert des Russen nimmt anschließend mit brillanter Virtuosität aber auch mit lyrischer Schönheit, Eleganz und tänzerischer Lust für sich ein. Als Solist ist der weltweit vielgefragte israelische Geiger Vadim Gluzman zu erleben, dessen Interpretationen die herausragende Geigertradition des 19. und 20. Jahrhunderts mit der Frische und Dynamik der Gegenwart verbinden.

Eine hörenswerte Entdeckung erwartet das Konzertpublikum nach der Pause mit der hochexpressiven, wildromantischen 1. Sinfonie von Alfredo Casella, der in diesem 1905/06 entstandenen Werk zahlreiche musikalische Strömungen seiner Zeit wie in einem Brennspiegel vereint. Insbesondere seine Begeisterung für die russische Musik mit ihren warmen Farben und schwelgerischen Melodien wie auch der wuchtige Sinfoniestil Bruckners und Mahlers haben darin deutliche Spuren hinterlassen. Dennoch verströmt der von jugendlichem Feuer erfüllte sinfonische Erstling des Italieners bereits eine starke künstlerische Identität.

Für beide Konzerte sind noch Karten (8 Euro - 40,70 Euro) erhältlich. Jeweils 18.45 Uhr gibt es im Flügelsaal der Weimarhalle eine Einführung ins Programm.

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