Gastspiel „ForsterHuberHeyne“ am 13. Juni 2018 in der DNT-Studiobühne

ForsterHuberHeyne04 Foto Andreas Etter

Als einmaliges Gastspiel ist am Mittwoch, 13. Juni 2018, 20 Uhr die deutsch-flämische Koproduktion „ForsterHuberHeyne“ in der Studiobühne des DNT Weimar zu sehen. Das gemeinsame Projekt der Schauspielerkollektive De Koe und De Nwe Tijd mit dem Staatstheater Mainz widmet sich Georg Forster und seiner Frau Therese Heyne, die zur Zeit der französischen Revolution in Mainz lebten. Er, Weltumsegler, Revolutionär und einer der bekanntesten Protagonisten der Mainzer Republik, später desillusioniert durch Robespierres Terror, starb krank und einsam in Paris. Sie, Schriftstellerin, die erste Verlegerin Deutschlands und emanzipierte Frau, hielt sich während ihrer Ehe offen einen Liebhaber: Ludwig Huber, den sie nach dem Tod ihres Mannes auch heiratete.

Die Theatermacherin und Romanautorin Rebekka de Wit und der Schauspieler und Theaterautor Willem de Wolf haben sich in das berühmte Ehepaar hineinversetzt und sich unter dessen Namen Briefe über Liebe und Radikalität geschrieben. Ihr Briefwechsel bildet das Herzstück des Theaterabends „ForsterHuberHeyne“, der das Leben Forsters und die Dreiecksbeziehung zwischen ihm, seiner Frau und deren Liebhaber beleuchtet. Zugleich erzählt das Stück über Revolution und Veränderungen in einer Zeit, in der in Europa der erste ideologische Krieg wütet und „Alle Menschen werden Brüder“ noch geschrieben werden muss. Es spielen Suzanne Grotenhuis (Cie. De Koe), Vincent Doddema (Staatstheater Mainz) und Willem de Wolf (De Nwe Tijd).

Karten: 18,20 Euro

Foto: Autor